Brief an den Gesundheitsminister

 von 

Veränderung braucht MUT !

unter diesem Motto ging folgender Brief und Vorschlag zur Verbesserung der Qualität in der HP-Ausbildung an den Gesundheitsminister und den Gesundheitsausschuß

Sehr geehrte Damen und Herren,Sehr geehrter Minister Spahn,

Mit großem Interesse verfolge ich seit Jahren die Bestrebungen das HPG zu reformieren. Selbst Heilpraktikerin seit 20 Jahren und aus einem schulmedizinischen Beruf kommend, begrüße ich jede Änderung, die zur Qualitätssicherung und – Verbesserung in diesem Beruf führt. 
Als Leiterin und Gründerin einer Heilpraktikerschule in der Nähe von Stuttgart, bilde ich hier zusammen mit einem Team erfahrener Therapeuten (Psychologen und andere Heilpraktiker) angehende Heilpraktiker aus. Uns allen ist dabei die Qualität der Ausbildung und die Sicherheit der zukünftigen Patienten ein großes Anliegen. Crashkurse, Pendel und schematische Rituale sind uns fremd, wir setzen auf sorgfältige Ausbildung und hoffen auf ein Gesetz, das diese Bestrebungen unterstützt.
Gerne biete ich Ihnen meine Mitarbeit bei der Reform des HPG an. In welcher Form auch immer. Denn Veränderung sollte MIT den Menschen gestaltet werden, die sie betrifft.
Einen groben Vorschlag habe ich angehängt.Wir stehen Veränderungen positiv gegenüber, denn auch wir sehen den Bedarf.
Mit freundlichen Grüßen

Bettina Roth

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit biete ich meine Mitarbeit an einer Neufassung und Änderung des Heilpraktiker-gesetzes an.

Als Betreiberin einer Heilpraktikerschule in Nürtingen bei Stuttgart ist mir die Qualitätssicherung in der Ausbildung schon immer sehr wichtig.

Eine Änderung des HP-Gesetzes von 1939 muss erfolgen und gerne möchte ich meine Expertise hierfür miteinbringen. Mit meiner Ausbildung zur medizinisch-technischen Assistentin und Fortbildung zur Lehr-Assistentin für klinische Chemie, entstamme ich einem klassisch schulmedizinischen Beruf und bin der evidenz-basierten Medizin auch heute noch verbunden. Pendel schwingen oder schamanische Heiltänze gibt es weder in meiner Praxis noch in der Ausbildung an meiner Schule. Wir setzen auf fundierte und gründliche Ausbildung in kleinen Gruppen. Ein Studium der Erwachsenenbildung an der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg haben mein didaktisches Verständnis und die Fähigkeit komplexe Inhalte zu vermitteln noch ausgebaut.

Mit viel Freude unterrichte ich zusammen mit mehreren Dozenten nun seit 14 Jahren an der Kompass Akademie in Nürtingen. Unser Ziel ist es, den Schülern nicht nur umfangreiches Wissen, sondern auch Kompetenz im Umgang mit Patienten und die dafür nötige Sorgfalt zu vermitteln.

Der beiliegende Entwurf für die Umgestaltung der Heilpraktiker-Ausbildung kann Diskussionsgrundlage für eine fundierte und definierte Ausbildung sein. Beiliegende Anforderungen sollten VOR der Überprüfung erfüllt sein.

Weiterhin halten wir eine Fortbildungspflicht mit Nachweis, wie in der Medizin üblich, auch bei den Heilpraktikern für zwingend erforderlich. Ebenso eine Diskussion über die Arbeitsgebiete, Methoden des Heilpraktikers und die mögliche Zusammenarbeit mit den Ärzten und anderen Disziplinen. Denn schließlich verfolgen wir doch alle dasselbe Ziel: Die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen.

Auch die Qualität der Schulen und Dozenten darf hinterfragt werden. Vor Jahren gab es beim Bund deutscher Heilpraktiker bereits einen Qualitätszirkel, der die Verbesserung der Heilpraktikerausbildung zum Ziel hatte. Dort wurden zielführende Anforderungen an Schulen definiert und in Qualitätshandbüchern dokumentiert. Es liegen daher bereits ausgearbeitete Vorschläge vor, an die man anknüpfen könnte. 

Mit Enttäuschung nahmen wir zur Kenntnis, dass kein Vertreter der Heilpraktiker-Verbände zu Gesprächen bereit war. 

Wir sind bereit zur Veränderung, Verbesserung und Anpassung unseres Berufsbildes an die heutigen Anforderungen und glauben dadurch einen wichtigen Beitrag für die Gesundheit der Bevölkerung leisten zu können. 

Über eine Zusammenarbeit, egal in welcher Form, würden wir uns sehr freuen und stehen für Rückfragen gerne zur Verfügung.

                                                            

Grob-Entwurf zur Qualitätsverbesserung in der Heilpraktiker-Ausbildung

  • 1.000 Unterrichtseinheiten Theorie (nachgewiesen)

Inhalte:

  • Rechtskunde
    • Allgemeine Pathologie
    • Hygiene
    • Infektionslehre
    • Allgemeine Mikrobiologie
    • Notfälle und Erste Hilfe
    • Pharmakologie
    • Laboruntersuchungen
    • Herz, Kreislauf, Gefäße
    • Bewegungsapparat
    • Atemwege
    • Verdauungstrakt mit Bauchspeicheldrüse
    • Leber, Galle
    • Stoffwechsel und Ernährung (Diabetes)
    • Lymphe und Immunsystem
    • Hormonsystem
    • Niere und Säure-Basen Haushalt
    • Geschlechtsorgane
    • Nervensystem
    • Haus und Sinnesorgane
    • Psyche
    • Besondere Personengruppen (Ältere, Schwangere, Kinder)
    • Differentialdiagnose

Bei allen Organsystemen Kenntnisse der Anatomie, Physiologie und Pathologie, insbesondere Erkennung der Notfälle.

  • 400 UEs Praktisches Arbeiten über 2 Jahre

Inhalte:

  • Anerkannte natürliche Heilverfahren, wie
    • Akupunktur
    • Darmsanierung
    • Allergiebehandlung
    • Ernährungstherapie
    • Taping
    • Phytotherapie
    • Ausleitungsverfahren
    • Schmerztherapie
    • Gesprächsführung
    • Erste Hilfe
  • Bei allen Therapieformen Theorie, Indikation, Ausführung und Kontraindikation, Möglichkeiten und Grenzen jeder Methode
    • Zusätzlich mindestens 10 supervidierte und dokumentierte eigene Fallbeispiele

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